Alles Lob gebührt Allah! Vor ca. 1400 Jahren, haben Allah, der Erhabene, und sein Gesandter (sallallahu alayhi wa sallam) mit zahlreich wörtlichen Beschreibungen von noch nie da gewesener Schönheit, die Wunder der Schöpfung beschrieben. Und zu allen Zeiten haben diese Beschreibungen den Menschen zum Nachdenken angeregt. Das rief ihnen ins Bewusstsein, dass diese Welt mit all ihrer Schönheit in der Natur, ihre Unfassbarkeit in den Abläufen von Tod und Leben, Tag und Nacht und den komplexen Beziehungen zwischen den Geschöpfen, wahrlich das Werk eines allwissenden Schöpfers ist, welcher alles nicht ohne tieferen Sinn erschaffen hat. Allah beschreibt dies auch in den folgenden Quranversen:
“Wahrlich, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Wechsel der Nacht und des Tages, liegen wahre Zeichen für die Verständigen, die Allahs gedenken im Stehen und im Sitzen und (Liegen) auf ihren Seiten und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken (und sagen): >>Unser Herr, Du hast dieses nicht umsonst erschaffen. Gepriesen seiest Du, darum hüte uns vor der Strafe des Feuers. <<“ (3:190-191)
Da der Quran und die Worte des Propheten (sallallahu alayhi wa sallam) keine mit musisch klingen Spekulationen und Träumereien gespickte Poesie darstellen, sondern offenbarte Wahrheiten sind, beschreiben diese inspirierenden Worte nichts anderes als die tatsächliche Realität - ob es nun einfache Beschreibungen offensichtlicher Dinge oder die zur Zeit der Offenbarung vor 1400 Jahren unbekannte biologische Abläufe im Menschen betrifft, spielt keine Rolle. Viele der Beschreibungen im Quran und in den authentischen Hadithen waren tatsächlich für die Menschen zu jener Zeit nichts anderes als eine Beschreibung von Dingen, die man nicht prüfen konnte. Das war auch gar nicht nötig, denn in ihrem tief verwurzelten Glauben ist das Wort des Propheten (sallallahu alayhi wa sallam) mehr Wert als jeder "wissenschaftliche Beweis". Und die Geschichte gibt den Muslimen Recht: Wo die Wissenschaft sich seit 1400 Jahren stets korrigieren und scheinbar Bewiesenes immer wieder verwerfen muss, haben sich seit 1400 Jahren Allah und sein Gesandter in den islamischen Quellen nicht ein einziges Mal geirrt. Aus diesem Grund haben auch die vielen, damals noch unbewiesenen Beschreibungen des werdenden Menschen im Mutterleib während der Schwangerschaft, ihren Effekt auf die Gläubigen nicht verfehlt. Sie wussten, dass der Gesandte Gottes (sallallahu alayhi wa sallam) stets die Wahrheit spricht. Der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) beschrieb in einfachen Worten wie der Mensch im Leibe der Mutter entsteht. Erst heute konnten wir durch die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft in Erfahrung bringen wie exakt diese Beschreibungen mit der biologischen Realität übereinstimmt. Dennoch möchte ich dieses Thema an dieser Stelle nicht weiter ausführen, da es sonst den Rahmen unserer Fragestellung sprengen würde. Wichtig ist nur, dass der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) kein Wissenschaftler war und auch keine solche wissenschaftliche Ausbildung genossen hat. Dennoch stimmt jede seiner Aussagen stets mit der Realität überein, da er - wie schon erwähnt - nicht aus seinen Lüsten und Gelüsten heraus sprach, sondern stets nur das Wissen übermittelte, dass er vom Allwissenden Gott erhalten hat.
Nun zur eigentlichen Fragestellung: In Bezugnahme auf den folgenden Hadith behaupten einige Islamkritiker der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) hätte entgegen den heutigen Erkenntnissen der Genetik gelehrt, dass das Geschlecht des Kindes sich erst am 42. Tag der Schwangerschaft festlegt:
In dem erwähnten Hadith wird berichtet, dass der Prophet Muhammad (sallallahu alayhi wa sallam) folgendes sagte: "Wenn 42 Nächte über den Tropfen (nutfah) vergehen, schickt Allah einen Engel, der es formt und seine Augen, Ohren, Haut, Fleisch und Knochen macht. Dann sagt er, >>O Allah ist es männlich oder weiblich? << und Allah entscheidet wie Er es möchte." (Sahih Muslim)
Um den Hadith auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen, möchte ich noch kurz biologisch erläutern wie sich das Geschlecht des werdenden Menschen festlegt. Diesen Vorgang bezeichnet man wissenschaftlich als Geschlechtsdetermination. Darunter werden jene Abläufe verstanden, die in der Embryologie zur Festlegung des Geschlechts führen. Der Mechanismus für die Festlegung des Geschlechts beim Menschen bezeichnet man als chromosomale Geschlechtsdetermination.
Der Name weisst schon darauf hin, dass die Chromosome - sprich die Gene - maßgeblich für das Geschlecht sind. Der genetische Unterschied zwischen Mann und Frau: Beim Menschen haben die Frauen bei den Geschlechtschromosomen zwei X-Chromosome. Männer dagegen haben ein X- und ein Y-Chromosom und somit unterschiedliche Geschlechtschromosome (XX/XY-System). Das Y-Chromosom enthält das SRY-Gen, welches für die Ausprägung des männlichen Geschlechts erforderlich ist. Ohne dieses Gen entsteht ein weiblicher Organismus.
Für unsere Fragestellung ist es vor allem wichtig, WANN diese Abläufe stattfinden. Die Geschlechtsdetermination findet bei der Befruchtung und somit unmittelbar am Anfang der Schwangerschaft statt. In dem Zeitpunkt, in welchem Spermazelle und die Eizelle verschmelzen, legt sich das Geschlecht des Kindes fest. Und auch erst ab diesem Zeitpunkt kann von einer Schwangerschaft die Rede sein.
Nachdem wir nun die biologischen Abläufe erörtert haben, gilt es nun zu prüfen, ob es einen Widerspruch zwischen dem Hadith und den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Embryologie gibt.
Bei genauerer Betrachtung der Hadith wird einem schnell klar, dass er an keiner Stelle darüber berichtet, wann die Geschlechterdetermination stattfindet. Der Hadith, der ohne jeden Zweifel authentisch überliefert wurde, beschreibt, dass nach 42 Nächten der Embryo plötzlich sich zu entwickeln beginnt, worauf ich aber später noch genauer eingehen werde.
Nachdem nun diese rasante Entwicklung stattgefunden hat, fragen die Engel Allah, den Erhabenen, ob es männlich oder weiblich werden soll. Und zum Abschluss dieses Hadithes berichtet der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam), dass der Allmächtige Gott entscheidet wie Er es möchte. Der Hadith sagt nichts darüber aus, wann Allah diese Entscheidung trifft. Was der Hadith dagegen zweifellos sagt, ist dass Allah allein derjenige ist, in dessen Macht es ist dies zu entscheiden und Er tut dies in seiner Weisheit wie Er es möchte. Weiterhin entnehmen wir aus diesem Hadith, dass die Engel in ihrem Wissen davon abhängig sind, was Allah ihnen an Wissen gibt und sie selbst keinerlei Information über die Zukunft besitzen. Auch die Engel müssen sich das Wissen erst aneignen bevor sie handeln. Bei genauer Betrachtung und objektiver Analyse sind das die Erkenntnisse, die dieser Überlieferung entnommen werden können. Alles was die Skeptiker darüber hinaus behaupten, ist reine Spekulation und entbehrt sich jeder Grundlage.
Letztlich müssen die Interpretationen auch in der Gesamtbetrachtung aller Hadithe und Quranverse bezüglich dieses Themas und im Einklang mit der Aqida (Glaubensgrundlagen) des Islam gemacht werden. Die Skeptiker lassen diesen Punkt völlig außer Acht und führen sich und ihre Argumentation damit ad absurdum.
1. Zum einen ist der Hadith zu erwähnen, als der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) sich bezüglich des Coitus interruptus (arabisch: azl; eine Verhütungsmethode) äußerte:
Abu Sa‘id Al-Hudryy berichtete: [...] Als wir uns darüber (über den Coitus interruptus) beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, erkundigten, sagte er: »Tut ihr es wirklich?« Und er wiederholte diesen Satz dreimal. Anschließend fuhr er fort: »Es gibt kein Lebewesen, dessen Dasein bis zum Tage der Auferstehung vorherbestimmt ist, das nicht wirklich existieren wird.«“ (Sahih Al Bukharyy)
Gerade dieser Hadith zeigt uns noch mal sehr deutlich, dass die Vorherbstimmung ein grundlegendes Glaubensprinzip im Islam ist. Und Allah hat nicht nur die Existenz irgendeines Geschöpfes festgelegt, sondern die aller Geschöpfe bis zum Jüngsten Tag. Daraus wird ersichtlich, dass das Geschlecht nicht nach der 42. Nacht der Schwangerschaft "spontan" von Allah festgelegt wird, wie die Skeptiker gern sugerrieren wollen, sondern Allah dies viel mehr schon vor der Geburt festgelegt bzw. vorherbestimmt hat.
2. Letztlich berichtete auch der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam), dass alle Seelen bevor sie geboren werden und auf diese Welt kommen, bereits an einem Ort existieren der als "Alamu al-Arwah" bezeichnet wird. Damit ist klar, dass die Muslime glauben, dass alle Seelen der Frauen und Männer bereits vor ihrer Geburt an einem verborgenden Ort existent sind; und damit erfolgt die Geschlechterdetermination im Islam streng genommen schon vor der Schwangerschaft an sich. Die Geschlechter waren bereits festgelegt und vorherbestimmt als Allah die Seelen erschuf - lange vor ihrer eigentlichen Geburt, vor der Schwangerschaft und auch lange Zeit vor der Befruchtung!
Tatsächlich stecken aber große Wunder in diesem Hadith, die einem noch mal die Wahrhaftigkeit des Propheten (sallallahu alayhi wa sallam) vor Augen führen. Im Hadith wird berichtet, dass nach 42 Nächten ein Engel von Allah geschickt wird, der den Embryo, wie es im Hadith heißt, "formt und seine Augen, Ohren, Haut, Fleisch und Knochen macht" und dann sich bei Allah erkundigt ob es ein Mann oder eine Frau werden soll. Das wundersame an diesem Hadith ist, dass die modernen Erkenntnisse der Embryologie zeigen, dass genau nach 6. Wochen, also exakt nach 42. Tagen, plötzlich ein enormer Entwicklungsschub des Embryos statt findet.
Natürlich könnten wir an dieser Stelle all die Entwicklungen aufzählen, die ab der 7. Schwangerschaftswoche plötzlich beginnen, jedoch könnten Kritiker nun behaupten, dass die Daten im religiösen Eifer muslimischer Wissenschaftler verschönt und angepasst worden und dadurch alles andere als wissenschaftlich zuverlässig seien. Deswegen habe ich mich auch entschlossen, die Entwicklungen des Embryos anhand von Zitaten von wissenschaftlichen Werken darzulegen, die nicht im Entferntesten etwas mit Religion zu tun haben und fernab von jeglicher theologischer Diskussion, sich nur der Embryologie widmen.
In sehr einfachen Worten beschreibt die Website "www.schwangerundkind.de" die Geschehnisse ab der 7. Schwangerschaftswoche. Wenn man nun den oben genannten Hadith mit nachstehend populärwissenschaftlichem Text vergleicht, wird man die erstaunlichen Übereinstimmungen zwischen dem Hadith und den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft erkennen:
"Die 7. SSW (Schwangerschaftswoche; Anm.) ist für den Embryo ein wichtiger Entwicklungsabschnitt, denn bis zur 10. SSW sind alle wichtigen Organsysteme fertig angelegt. Sie müssen danach nur noch ausreifen.
Der Embryo wächst jetzt sehr schnell. Von nun an wird er jeden Tag um ungefähr einen Millimeter größer. Für die Größe eines Embryos wird der Ausdruck SSL angegeben: Scheitel-Steiß-Länge. Weil Ihr Baby noch so gekrümmt liegt, wird der Abstand vom Kopf bis zum Gesäß gemessen.
Die eigentliche Körperform ist schon deutlich erkennbar. Die großen inneren Organe (der Verdauungstrakt, das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren und das Gehirn) und das Kreislaufsystem sind vorhanden und entwickeln sich weiter. Körperstrukturen wie Muskeln und Knochen werden ausgebildet. Die bereits vorhandene Wirbelsäule verleiht dem Embryo Stabilität, und die Bildung des Nervensystems schreitet langsam voran. Die Haut als Sinnesorgan ist bereits entwickelt. An den paddelförmigen Händen und Füßen sind Einkerbungen zu sehen, welche die Finger und Zehen unterteilen werden. Die oberen Gliedmaßen entwickeln sich übrigens schneller als die unteren, und auch nach der Geburt wird Ihr Baby schneller greifen können als laufen. Am großen und noch stark nach vorn gebeugten Kopf des Embryos fallen Vorwölbungen auf, die sich zu den Augen entwickeln, allerdings sind die Lider noch nicht ausgebildet. Es gibt schon winzig kleine Löcher für die Nase. Der Mund bildet sich weiter aus."
QUELLE (14/12/2009): http://www.schwangerundkind.de/schwangerschaft-zweiter-monat-2.html
Noch deutlicher wird ein umfassendes Werk über die Entwicklungstadien des Embryos auf der Homepage der Universität Mainz. Tagebuch-schematisch kann man dort die Entwicklung des Embryos für jeden Tag nachvollziehen. Für den 43. Schwangerschaftstag, also genau nach 42 Tagen, werden zahlreiche Entwicklungen des Embryos angegeben. Die für unser Thema vielleicht bedeutendste Erwähnung ist folgende:
"[...] Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Anlagen der Keimdrüsen beider Geschlechter von der Gestalt her (morphologisch) identisch (indifferente Gonade). Das durch die Geschlechtschromosomen festgelegte genetische Geschlecht wirkt sich erst jetzt auf die Bildung des gonadalen Geschlechtes, also die sekundären Geschlechtsorgane, aus, wobei das Y-Chromosom den bestimmenden Einfluss hat, da es zur Bildung des H-Y-Antigens führt. [...]"
Erstaunlicherweise liegt in der Kritik der Skeptiker dieser Hadith ein großes Wunder für Leute die sich ernsthaft damit auseinandersetzen. Es wurde gesagt, dass ab dem 43. Schwangerschaftstag der Embryo anfängt sich geschlechterspezifisch zu entwickeln, wobei bis dahin die Entwicklung völlig identisch und unabhängig vom genetisch festgelegten Geschlecht des Embryos abläuft.
Das Bemerkenswerte ist nun, dass es der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) vor 1400 Jahren schon genau so berichtet hat. Im Hadith heißt es, das nach 42 Nächten und nach der Bildung von "Augen, Ohren, Haut, Fleisch und Knochen", ein Engel sich bei Allah erkundigt ob es ein Mann oder eine Frau werden soll. Was bedeutet, dass alle vorangegangenen Entwicklungen geschlechterunspezifisch waren und erst jetzt ein geschlechterspezifischer Unterschied in der Entwicklung eintritt - NACH FRÜHESTENS 42 Nächten!
Erhaben ist Allah, der Allmächtige!
Dienstag, 19. Januar 2010
Montag, 12. Januar 2009
Die Abschiedspredigt Muhammads ~ ALLAHs Gnade und Frieden seien mit ihm
Die letzte Pilgerfahrt des Propheten Muhammad, ALLAHs Gnade und Frieden seien mit ihm, (632) während derer er eine eindrucksvolle Predigt hielt und die Männer zur guten Behandlung der Frauen ermahnte. Im Jahre zehn der Higra, also 23 Jahre nach der ersten Offenbarung, zog der Prophet noch einmal mit vielen anderen Muslimen gemeinsam nach Makka, um die Pilgerfahrt zu vollziehen. Er war jetzt schon über sechzig Jahre alt, und die Zahl seiner Anhänger war nicht mehr gering. In diesem Jahr pilgerten weit über hunderttausend Muslime aus allen Teilen Arabiens nach Makka.
Sie alle kamen, um Allah, dem einzigen Gott zu dienen und Ihn allein anzubeten. Welch eine Veränderung hatte Allah, der Allmächtige, in diesem Land geschehen lassen! Wo früher Götzen angebetet wurden, wo die Menschen einander betrogen und sich gegenseitig umbrachten, herrschte jetzt Frieden; Frieden durch die Ergebung in den Willen Allahs und in Seine Gesetze.
Nach der Pilgerfahrt kehrte der Prophet nach AI-Madina, der "Stadt des Propheten", zurück. Schon kurze Zeit später, im Alter von 63 Jahren, erkrankte er schwer. Er litt unter starken Kopfschmerzen und wurde bald so schwach, daß er nicht mehr ohne Hilfe gehen konnte. In dieser Abschiedspilgerfahrt hielt der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgende Predigt:
Die Menschen stammen von Adam, und Adam ist aus Erde.
Wahrlich, jedes Privileg, sei es auf Grund von Blut oder Besitz, ist unter diesen meinen Füßen ausgelöscht, außer der Aufsicht über die Al- Ka'ba und dem Tränken der Pilger.
0 ihr Leute der Quraish, bringt nicht weltliche Güter, für die ihr Verantwortung tragt, während andere Werke für das Jenseits bringen; denn ich kann nichts bei Allah für euch tun.
Wahrlich, alle Dinge aus der Al-Jahiliyya sind nun unter meinen Füßen ausgelöscht. Die Blutrache der Al-Jahiliyya ist aufgehoben, und die erste Blutrache, die ich aufhebe, ist das Blut des Rabi'a Ibn AI-Harith, der bei den Banu Sa'd aufgezogen und von den Hudhail getötet worden war. Die Zinsen aus der Al-Jahiliyya sind aufgehoben, und der erste Zins, den ich aufhebe, ist der des Al-'Abbâs Ibn' Abdulmuttalib. All das ist aufgehoben.
O ihr Leute, wahrlich euer Blut, euer Gut und eure Ehre sind unantastbar, bis ihr eurem Herrn gegenübersteht, ebenso wie der heutige Tag und der jetzige Monat und diese eure Stadt heilig sind.
Und ihr werdet euch eurem Herrn begegnen und Er wird euch über eure Taten befragen. Dies habe ich euch wahrlich gesagt.
O ihr Leute, ihr habt ein gewisses Recht über eure Frauen, und sie haben ein gewisses Recht über euch.
Sie haben euch gegenüber die Pflicht, nicht euer Bett entehren zu lassen und keine offenkundige Schändlichkeit zu begehen.
Wenn sie das tun, so hat Allah euch erlaubt, sich von ihrem Lager zu trennen und sie zu schlagen, aber nicht heftig; doch wenn sie aufhören erhalten sie ihren Unterhalt und ihre Kleidung wie üblich.
Wahrlich, der Frau ist es nicht erlaubt, etwas vom Besitz ihres Mannes wegzugeben ausser wenn er es gestattet.
Behandelt die Frauen gütig; denn sie sind eure Schützlinge und können nicht für sich selbst einstehen.
Fürchtet Allah hinsichtlich der Frauen; denn ihr habt sie genommen im Schutz Allahs und habt durch Allahs Wort legalen Verkehr mit ihnen.
O ihr Menschen, Allah der Erhabene hat jedem, dem es zukommt, seinen Anteil am Erbe angeordnet, und es braucht kein Testament für einen Erben gemacht zu werden.
Das Kind bringt ihr ins Bett, und der Ehebrecherin gehört der Stein. Und die Abrechnung dafür liegt bei Allah.
Wer eine andere Abstammung als seinen Vater angibt oder sich als Klienten eines anderen als seines Schutzherrn ausgibt, auf dem lastet der Fluch Allahs.
Schulden müssen bezahlt werden, Geliehenes ist zurückzugeben, Geschenke sind zu erwidern, und der Bürge hat fällige Schulden zu zahlen.
Wahrlich, ein Verbrecher ist nur für sich verantwortlich. Ein Mensch kann nicht für das Verbrechen seines Vaters verantwortlich gemacht werden, noch der Vater für das seines Kindes.
Nichts, was dem Bruder gehört, ist einem erlaubt, es sei denn, er gäbe es gern und freiwillig.
Tut euch nicht selbst Unrecht.
O ihr Menschen, jeder Muslim ist der Bruder des anderen, und wahrlich, die Muslime sind Brüder.
Und was eure Sklaven angeht, so gebt ihnen zu essen, von dem, was ihr esst, und kleidet sie, wie ihr euch kleidet.
Kehrt nach mir nicht zum Kufr zurück, so dass ihr euch die Köpfe abschlagt.
Wer ein Pfand hat, soll es dem zurückgeben, der es ihm anvertraut hat.
Wenn euch ein schwarzer Sklave mit abgeschlagener Nase befiehlt und euch durch das Buch Allahs leitet, so hört auf ihn und gehorcht ihm!
0 ihr Menschen, es gibt keinen Propheten nach mir und keine neue Umma nach euch.
Und ich habe euch etwas hinterlassen, wodurch ihr nach mir nie mehr irregehen werdet, wenn ihr euch daran haltet: das Buch Allahs und die Sunna Seines Propheten.
Und hütet euch davor, die Grenzen im Din zu überschreiten; denn diejenigen, die vor euch waren, sind durch Überschreiten der Grenzen im Din ins Verderben gestürzt worden.
Wahrlich, Satan hat die Hoffnung aufgegeben, jemals in diesem euren Lande verehrt zu werden, aber es wird eine Art von Gehorsam ihm gegenüber geben in Dingen, die ihr für gering haltet in euren Werken, und das wird ihn befriedigen, so hütet euch vor ihm in eurer Religion.
Wahrlich, dienet eurem Herrn, verrichtet das Gebet und fastet im Ramadan, zahlt die Zakat für eure Güter mit gutem Willen, und vollzieht die Pilgerfahrt zum Hause Allahs und gehorcht den Herrschenden; so werdet ihr ins Paradies eingehen.
Wer anwesend ist, künde dies dem Abwesenden; denn gar viele, denen es mitgeteilt wird, sind aufmerksamer als die, die zuhören.
Und wenn ihr über mich befragt würdet, was würdet ihr sagen?" Sie antworteten: "Wir bezeugen, dass du die dir anvertraute Aufgabe recht erfüllt hast und die Botschaft mitgeteilt hast und uns guten Rat gegeben hast."
Da sprach der Gesandte Allahs, seinen Zeigefinger gen Himmel hebend, und dann auf die Leute deutend: "0 Allah, bezeuge es, o Allah, bezeuge es!"
Sie alle kamen, um Allah, dem einzigen Gott zu dienen und Ihn allein anzubeten. Welch eine Veränderung hatte Allah, der Allmächtige, in diesem Land geschehen lassen! Wo früher Götzen angebetet wurden, wo die Menschen einander betrogen und sich gegenseitig umbrachten, herrschte jetzt Frieden; Frieden durch die Ergebung in den Willen Allahs und in Seine Gesetze.
Nach der Pilgerfahrt kehrte der Prophet nach AI-Madina, der "Stadt des Propheten", zurück. Schon kurze Zeit später, im Alter von 63 Jahren, erkrankte er schwer. Er litt unter starken Kopfschmerzen und wurde bald so schwach, daß er nicht mehr ohne Hilfe gehen konnte. In dieser Abschiedspilgerfahrt hielt der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgende Predigt:
"Alles Lob gebührt Allah! So loben wir Ihn, bitten Ihn um Hilfe, flehen Ihn um Vergebung an und wenden uns zu Ihm. Und wir suchen Zuflucht bei Allah vor den Übeln unserer selbst und unserer schlechten Taten. Wen Allah rechtleitet, den kann niemand irreleiten, und wen Allah irregehen läßt, für den gibt es keinen, der ihn rechtleitet. Ich bezeuge, daß kein Gott da ist außer Allah allein, Der keinen Partner hat. Sein ist das Reich, und Ihm gebührt alles Lob, und Er hat Macht über alle Dinge; Er gibt das Leben und Er gibt den Tod, und Er ist aller Dinge Mächtig.
Kein Gott ist da außer Allah allein; Er hat Sein Versprechen erfüllt und Seinem Diener Sieg verliehen und die verbündeten Gegner vernichtet.
Oh ihr Menschen, hört auf meine Worte; denn ich weiß nicht, ob ich euch jemals wieder nach diesem Jahr, in einer solchen Versammlung, begegnen werde.
0 ihr Menschen, Allah sagt:
»0 ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget.
Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist.Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig.« [Quran 49 : 13]
Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist.Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig.« [Quran 49 : 13]
Ein Araber ist nicht vorzüglicher als ein Nichtaraber, noch ein Nichtaraber vorzüglicher als ein Araber; ein Schwarzer ist nicht vorzüglicher als ein Weißer, noch ein Weißer vorzüglicher als ein Schwarzer, außer durch Frömmigkeit.
Die Menschen stammen von Adam, und Adam ist aus Erde.
Wahrlich, jedes Privileg, sei es auf Grund von Blut oder Besitz, ist unter diesen meinen Füßen ausgelöscht, außer der Aufsicht über die Al- Ka'ba und dem Tränken der Pilger.
0 ihr Leute der Quraish, bringt nicht weltliche Güter, für die ihr Verantwortung tragt, während andere Werke für das Jenseits bringen; denn ich kann nichts bei Allah für euch tun.
Wahrlich, alle Dinge aus der Al-Jahiliyya sind nun unter meinen Füßen ausgelöscht. Die Blutrache der Al-Jahiliyya ist aufgehoben, und die erste Blutrache, die ich aufhebe, ist das Blut des Rabi'a Ibn AI-Harith, der bei den Banu Sa'd aufgezogen und von den Hudhail getötet worden war. Die Zinsen aus der Al-Jahiliyya sind aufgehoben, und der erste Zins, den ich aufhebe, ist der des Al-'Abbâs Ibn' Abdulmuttalib. All das ist aufgehoben.
O ihr Leute, wahrlich euer Blut, euer Gut und eure Ehre sind unantastbar, bis ihr eurem Herrn gegenübersteht, ebenso wie der heutige Tag und der jetzige Monat und diese eure Stadt heilig sind.
Und ihr werdet euch eurem Herrn begegnen und Er wird euch über eure Taten befragen. Dies habe ich euch wahrlich gesagt.
O ihr Leute, ihr habt ein gewisses Recht über eure Frauen, und sie haben ein gewisses Recht über euch.
Sie haben euch gegenüber die Pflicht, nicht euer Bett entehren zu lassen und keine offenkundige Schändlichkeit zu begehen.
Wenn sie das tun, so hat Allah euch erlaubt, sich von ihrem Lager zu trennen und sie zu schlagen, aber nicht heftig; doch wenn sie aufhören erhalten sie ihren Unterhalt und ihre Kleidung wie üblich.
Wahrlich, der Frau ist es nicht erlaubt, etwas vom Besitz ihres Mannes wegzugeben ausser wenn er es gestattet.
Behandelt die Frauen gütig; denn sie sind eure Schützlinge und können nicht für sich selbst einstehen.
Fürchtet Allah hinsichtlich der Frauen; denn ihr habt sie genommen im Schutz Allahs und habt durch Allahs Wort legalen Verkehr mit ihnen.
O ihr Menschen, Allah der Erhabene hat jedem, dem es zukommt, seinen Anteil am Erbe angeordnet, und es braucht kein Testament für einen Erben gemacht zu werden.
Das Kind bringt ihr ins Bett, und der Ehebrecherin gehört der Stein. Und die Abrechnung dafür liegt bei Allah.
Wer eine andere Abstammung als seinen Vater angibt oder sich als Klienten eines anderen als seines Schutzherrn ausgibt, auf dem lastet der Fluch Allahs.
Schulden müssen bezahlt werden, Geliehenes ist zurückzugeben, Geschenke sind zu erwidern, und der Bürge hat fällige Schulden zu zahlen.
Wahrlich, ein Verbrecher ist nur für sich verantwortlich. Ein Mensch kann nicht für das Verbrechen seines Vaters verantwortlich gemacht werden, noch der Vater für das seines Kindes.
Nichts, was dem Bruder gehört, ist einem erlaubt, es sei denn, er gäbe es gern und freiwillig.
Tut euch nicht selbst Unrecht.
O ihr Menschen, jeder Muslim ist der Bruder des anderen, und wahrlich, die Muslime sind Brüder.
Und was eure Sklaven angeht, so gebt ihnen zu essen, von dem, was ihr esst, und kleidet sie, wie ihr euch kleidet.
Kehrt nach mir nicht zum Kufr zurück, so dass ihr euch die Köpfe abschlagt.
Wer ein Pfand hat, soll es dem zurückgeben, der es ihm anvertraut hat.
Wenn euch ein schwarzer Sklave mit abgeschlagener Nase befiehlt und euch durch das Buch Allahs leitet, so hört auf ihn und gehorcht ihm!
0 ihr Menschen, es gibt keinen Propheten nach mir und keine neue Umma nach euch.
Und ich habe euch etwas hinterlassen, wodurch ihr nach mir nie mehr irregehen werdet, wenn ihr euch daran haltet: das Buch Allahs und die Sunna Seines Propheten.
Und hütet euch davor, die Grenzen im Din zu überschreiten; denn diejenigen, die vor euch waren, sind durch Überschreiten der Grenzen im Din ins Verderben gestürzt worden.
Wahrlich, Satan hat die Hoffnung aufgegeben, jemals in diesem euren Lande verehrt zu werden, aber es wird eine Art von Gehorsam ihm gegenüber geben in Dingen, die ihr für gering haltet in euren Werken, und das wird ihn befriedigen, so hütet euch vor ihm in eurer Religion.
Wahrlich, dienet eurem Herrn, verrichtet das Gebet und fastet im Ramadan, zahlt die Zakat für eure Güter mit gutem Willen, und vollzieht die Pilgerfahrt zum Hause Allahs und gehorcht den Herrschenden; so werdet ihr ins Paradies eingehen.
Wer anwesend ist, künde dies dem Abwesenden; denn gar viele, denen es mitgeteilt wird, sind aufmerksamer als die, die zuhören.
Und wenn ihr über mich befragt würdet, was würdet ihr sagen?" Sie antworteten: "Wir bezeugen, dass du die dir anvertraute Aufgabe recht erfüllt hast und die Botschaft mitgeteilt hast und uns guten Rat gegeben hast."
Da sprach der Gesandte Allahs, seinen Zeigefinger gen Himmel hebend, und dann auf die Leute deutend: "0 Allah, bezeuge es, o Allah, bezeuge es!"
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Als der Prophet seine Rede beendet hatte, stieg er von seiner Kamelstute Al Kaswa ab und blieb, bis er das Mittags- und Nachmittagsgebet gebetet hatte. Dann ritt er auf ihr, bis er As-Sacharat erreichte. Dort rezitierte er den Leuten die Worte des Erhabenen:
»An diesem Tag habe ICH euch (die Gebote) eures Din vervollständigt, euch Meine Gabe (Rechtleitung) vollendet und euch den Islam als Din zugestimmt.« [Quran 5 : 3]
Als Abu Bakr diese Worte hörte, weinte er, da er spürte, daß der Prophet seine Botschaft bereits zum Abschluß gebracht hatte und der Tag, an dem er seinen Herrn treffen würde, nahe war.
Der Prophet verließ Arafat und verbrachte die Nacht in Al Muzdalifa. Am Morgen brach er auf und lagerte bei Al Maschar Al Haram. Dann ging er nach Mina und warf auf dem Weg dorthin symbolisch Steine gegen den Teufel. Als er sein Zelt erreicht hatte, schlachtete er 63 Kamele, für jedes Jahr seines Lebens eins. Ali schlachtete den Rest der hundert Opfertiere, die der Prophet seit seinem Auszug aus Medina mitgeführt hatte. Dann rasierte der Prophet sein Kopfhaar und brachte seine Wallfahrt zum Abschluß, eine Wallfahrt, die einige die "Abschiedswallfahrt", andere die "Wallfahrt der Übermittlung" und wieder andere die "Wallfahrt des Islam" nennen. In der Tat war sie alles; denn sie war die Abschiedswallfahrt, während der Muhammad Mekka und die heilige Moschee zum letzten Mal gesehen hatte; und sie war die Wallfahrt des Islam, während der Allah den Menschen ihren Din vollendet und SEINE Gnade an sie erfüllt hatte; und sie war die Wallfahrt der Übermittlung, während der der Prophet seine Mitteilung dessen an die Leute zum Abschluß brachte, was Allah ihm zu überbringen befohlen hatte. Und Muhammad war nur ein Warner und Freudenverkünder für Leute, die den Iman verinnerlichen.
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